Freitag, 21. Dezember 2012

Trauerspiel

Ich schreite weiter voran, sollte eine Brücke sehen, sehe aber nur den Abgrund näher kommen. Ich laufe weiter unbeirrt und freue mich schon fast auf den langen schmerzergreifenden Fall der mir die Erlösung aus dem Kummer, aus Schmerz, aus verzweifelter Spontanität herauszieht. Während ich laufe denke ich an all die Fehler, all die Fehltritte, all die Lügen, all den herzzerreißenden unerbittlich und ewig süß schmeckenden Schmerz den ich mir selbst antue. Ich habe das zu verantworten, nur warum, nur warum hasse ich mich für die Taten die spontan, wohlweislich angetan habe. Mein innerer Kampf ist größer als ich erwartete. Dieser Kampf ist nicht zu gewinnen, warum ist meine Hoffnung in Selbstgeißel übergegangen. Mein Inneres Pocht, nein, tritt auf mich ein und sagt:
Lache, wenn nicht zum weinen reicht! Sehe die Hoffnung, wenn dein Schmerz unerträglich wird. Warum, nur dieses eine mal, warum ist dieses mal so ein ewiges Staffelfinale, warum ist mein Körper am Krümmen, wenn ich doch so viele Möglichkeiten habe. Warum ist mein Herz weniger Schlagfertig, wenn ich doch so viel zum Leben habe! Warum sind die Ressourcen so geschrumpft das ich mein eigenen Planeten niederreißen muss, nur warum habe ich kein Ausweichuniversum.
Warum ist dieses „WARUM“ schon beantwortet. Mein Leben ist ein Wrack in dem ich nicht ausziehen kann. Mein Kopf ist ein Geschwür, das ich nicht entfernen kann.

Warum ist Verzweiflung so einfach!

Dienstag, 20. November 2012

Kurzer Gedankenausschnitt!

... hm... und wie lange ich schon überlege was ich jetzt schreiben soll, wie lange ich schon da sitze und denke, dein Leben kann doch nicht so komplett langweilig sein.
Nun ja, letztendlich passiert gerade viel in mir, in meiner Gefühlswelt.
Ich merke wie ich wachse, abgebe, neu entdecke. Mich erkenne, mich erweiter.
Hmja.... egal.... oder auch nicht. Ach kompliziert alles.
Ich bin bei ScoS raus und nun arbeitssuchend in Berlin, doch das ist okay. Ich merke wie ich mich in Berlin weitaus wohler fühle. Halt zuhause. Hier geht mein Leben irgendwie voran. (Aber Hainichen ist schön, keine Frage.... nur nicht für ein Stadtkind!)

Ich fühl mich gerade ziemlich unausgelastet, ich würde gern jeden Tag Tanzen und jeden Tag kreativ werden, und jede Nacht einen neuen Spot fertigkriegen. Ich merke, wie ich mir in letzter Zeit gern so ne "Ach hätt ich doch mal" oder " Wie wäre das wenn ich es anders gemacht hätte" fragen stelle, aber wie Benni jetzt sagen würde: "Hätte, hätte, Fahrradkette"

Nun ja, mit Benni war ich im Urlaub auf Gran Canaria. Es war genial, da ich ihn mehr kennengelernt habe und ich denke wir sind noch bessere Freunde geworden.

Er ist mit seiner Lebenseinstellung oft genau das, was mich wieder auf Kurs bringt. Er ist manchmal einfach nur konsepuent Achselzuckend unterwegs. Dann bin ich mit meinen Gedanken, wieder viel zu tief in einem Thema und dann kommt er und sagt er sowas wie: "Leb dein Leben, mach dich nich kaputt, das leben ist scheiße, aber manchmal muss es einfach weiter gehen!"
Ich denke, das ich einfach mal das was ich hab und brauch, mehr schätzen sollte da ich damit sowieso weitergehen muss.Aber ich lerne in letzter Zeit auch Konsequent neue Wege zu gehen,
konsequent Äste von meinem Lebensbaum zu trennen, auch wenn sie schon lange da sind und zu einem festen dicken Ast geworden sind, gerade dann sollte man auch Dinge abschneiden loslassen, damit neues Wachsen kann. Also im Sinne von
"Hör auf wenns am Schönsten ist und lass es nicht scheiße werden"

Also geh ich nun weiter mache was ich kann, schau voran.
Ich denke viel darüber nach etwas mit Musik zu machen, das hab ich ja irgendwann bestimmt schon mal geschrieben. Ich liebe Musik und ich liebe es Musik zu machen.... nur kann ich es nicht gut.
Ich schreibe gerade Raps.. japp, das klingt irgednwie voll peinlich HipHop mäßig aber ich versuche mich im Rappen. Es ist nichts was ich ausgesprochen gut kann, aber ich denke wenn ich länger übe und mehr damit versuche anzustellen dann wird das schon. Und wer weiß vllt. werd ich irgendwann mal mit... Rap... haha nee das will ich gar nicht. Lieber werde ich als Tänzer berühmt! Oder als Künstler. Aber keine Sorge, meine Naivität reicht noch für den Glauben überhaupt berühmt zu werden!

Ich stell euch mal in meinem anderen Blog einen Text rein, den ich als Rap verfasst hab... naja es ist auch irgendwo ein cooles Gedicht. Ich werde weiterfeilen, weiterarbeiten, weiter kreativ sein. 


 Adam Ben Ezra - Dexter Title Song Cover
 Sebastian Lind - Never let go
 Xavas - Ich schau nicht mehr zurück


Ich höre gerade sehr sehr sehr viel "Cro" er ist ein genialer Typ, macht ausgesprochen geniale Musik. Also hier hört euch das mal an:
Cro Cro Croooo


Dienstag, 11. September 2012

Ich will großes schaffen


Na Primaa. Marcus ist mal wieder viel zu spät. Entschuldigt, ich hab schon ein schlechtes Gewissen gehabt: „Mein Gott, jetzt weiß keiner wie es mir geht. Was ist mit allen die das hier lesen, die wissen schon seit anderthalb Monaten nicht was bei mir abgeht... andererseits... fragt auch kaum einer was bei mir los ist, interessiert wohl auch keinen.“ Naja ich schreib jedenfalls hier meinen Post..

„Ich will Großes schaffen.“
Unter diesem Motto soll dieser Ausschnitt aus meinem Gedankengängen stehen.
Ich will Großes schaffen. Als ich das bei Facebook gepostet habe, wurde ich sofort angeschrieben und gefragt, was ich denn damit meine. Nun ja, es ist interessant ich dachte immer es geht fast jedem so. Will nicht irgendwie jeder seine Talente präsentieren können? Ich möchte irgendwie durch meine Talente Menschen erreichen und ich möchte gesehen werden. Das liegt vielleicht auch an meiner Art und Weise zu leben. Ich lebe gern Extrovertiert, zeig alles nach außen. Doch das was ich eigentlich zeigen will ist, mein ganzes Ich. Ich möchte eine Galerie von meinen Bildern haben, wo in anderen Räumen getanzt wird und wieder eine Ecke ein Theaterstück aufgeführt wird und noch eine Tür weiter, werden Gedichte und Geschichten von mir vorgelesen. Das sind denke ich meine größten Talente. Tanzen, Zeichnen, Schreiben, Schauspiel. Ich denke ich bin gern Künstler, mein Vorarbeiter hat mich im Handy als „Künstler“ gespeichert, das ist zwar eher verhöhnend gemeint, aber für mich ist das voll die Bestätigung, wenn selbst die gröbsten, einfachsten und von Kunst am entferntesten Menschen erkennen das ich gern Künstler bin.

Nun ja, aber kann man damit Geld verdienen?! Da kommen wieder die deutschen pragmatischen Vorstellung von einem normalen Leben: Geburt, Schule, Ausbildung, Job, Tod. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was ich Berufsmäßig später machen will. Aber vorerst ist mir klar, das ich so viele Erfahrungen erleben will. Solange ich noch die Zeit dafür habe. Ich merke das die Erfahrungen die ich mache, mich lehren mein Leben zu definieren und mich bewusst machen wo ich meine Berufung suchen kann.


Nun ja in Norwegen lerne ich viel über Disziplin und durchhalten, allein sein und im Team arbeiten.
Zu dem lerne ich meine Wut unter Kontrolle zu halten, ich lerne Toleranz und Ignoranz, Geben und Nehmen. Ich lerne gespielt freundlich zu sein. Nun ja, Norwegen ist anstrengend und
Kräfte zehrend, aber ich sehe wie ich dadurch wachse und reife. Das ist so cool, zu wissen das diese Zeit einen Erwachsener macht, da freu ich mich wie ein kleiner Junge.

Beständig bin ich auf der Suche nach mir selbst, ich merke das ich mich hier immer mehr definiere und mich verändere und mir bewusst wird was ich bin und kann. Ich habe aber gemerkt das diese Arbeit mir zwar Spaß macht und ich das auch mal ab und zu machen kann, aber ich merke auch immer stärker das so eine Arbeit nicht mein Lebensinhalt werden kann. Da ich weiter ausbrechen will.

Ich weiß noch gar nicht ob ich so einen gutbezahlten Job wie bei ScoS finde. Wahrscheinlich nicht. Allerdings habe ich meine Freunde und meine Familie wieder.
Nun ja ich brauche bis Ende November/Anfang Dezember eine Wohnung und einen WG-Partner, doch vor allem einen Job übern Winter. Aber das werde ich schon hinkriegen.


Noch ein Jahr bis Australien. Krass, wie schnell die Zeit vergeht. Ich freue mich auf ein Jahr Sonne, nach diesem halben Jahr Skandinavien voller Kälte, Regen, Wind.
Mal sehen wie das Jahr wird, welche spannenden Herausforderungen auf mich warten. Ich freue mich auf ein Jahr voller Ungewissheit, Ratlosigkeit, Voraussicht, Nachsicht, Glauben, Zweifel, Freunde und hoffentlich.....

(ner schicken Wohnung, mit nem Kamin und ner rieeeeesen Terrasse und eine Küche mit zwei Öfen und 6 Herdplatten, ner Spülmaschine, ner Waschmaschine und nem Megaguten Computer mit megagroßen Bildschirm, nem Arbeitszimmer voller Lexikas und lesenswerter Bücher, nem Wohnzimmer mit ner hellen Ledercouch, nem Sessel mit Fußstütze und Massagefunktion. )
…. einfach ein Jahr mit unerfüllten Wünschen und großartigen Erkenntnissen und vielseitigen Überraschungen.

Das kommende Jahr wird einfach normal und doch sooooooo sehr anders!

Und jedes mal denke ich am Ende eines Posts, nun ja eigentlich könnte ich noch viel mehr kleine und große Gedanken aufschreiben. Aber ich glaube so viel wollt ihr dann doch nicht lesen.

Leute für die ich bete:
Familie Bischof, Bliese, Frank, Heller, Hohmann, Mende, Lermer und Schreiber
außerdem Benni B., Felix, J.A.L.M., Jonathan, Katya, Kevin, Leni, Maerk, On, Thomas N.

Songs des Posts: