Freitag, 24. Januar 2014

Kreise bleiben unverschlossen!?!

Hey ho... Da da issa der neue Post!
"Marcus was hast du so erlebt?! ... Wie siehts aus?! Wer bist du ?! Warum rede ich mit dir ?! Warum hat jede Frage auch ein Ausrufezeichen ?! " ...... Äääh japp und so. Ich weiß halt gerade nich so richtig was ich eigentlich sagen will, aber das gibt sich meist nach dem Einleitungssatz .... So... Dann gehts mal los, wa!

Okay, also ich bin noch ziemlich aufgeregt, wegen Australienl, obwohl ich einiges am starten bin. 
Ich bin bei der Fahrschule, ich arbeite immernoch sehr kontinuierlich, ich habe meine Fluganfrage beim Reisebüro 
abgegeben. Ich sehe wie ich immer mehr in eine gewisse Reife trete. Ich merke, das wenn ich bestimmte Dinge tue, die mich zwar nerven, aber mir und/oder anderen gut tun, mich ausgesprochen entspannt fühle. Es liegt Befriedigung in der Vollendung aller Dinge.
Ein Bild bleibt immer aufgeregt, wenn ein Kreis gemalt ist, der nicht komplett geschlossen ist.
Allerdings muss man auch sehen, das ich so in etwa meine Lebensweise sehe, denn ich fühle mich meist wie ein Kreis kurz vor der Vollendung.
Doch wenn ich dann mein nächstes Ziel erreicht habe/ wenn der Kreis auf dem Bild komplettiert wird, dann wird auf einmal alles langweilig, zumindest wirkt es so.
Man spürt kurz die Befriedigung der Vollendung, der Harmonie, der Ruhe.
Doch dann will man weiter und das nächste Bild sehen/ das nächste Ziel suchen. 

Ich habe neulich darüber nachgedacht, wie meine Zukunft aussehen soll.
Was ich machen will ?! Aber besonders: Wie!?
Also ich sage mir einerseits, die Vorstellung, das ich niemals nur arbeite, um wieder einmal an den selben Urlaubsort zu reisen wie jedes Jahr, sei voll von jugendlichen Leichtsinn.
Jedoch die Haltung in seinem Leben nicht irgendwo festzusitzen und ein Leben voll von Wandel und Regung zu haben, ist bei mir viel mehr als die bloße Lebendeinstellung es ist eine Überzeugung eine Art Ideologie. Und diese Überzeugung wird sich erst mit einer Schwangerschaft stillen lassen können... Denke ich... Denn dann wird es automatisch mit Wandel und Regung gefüllt. Ach was soll ich über die ferne Zukunft schwafeln. 

Ich lebe doch hier und jetzt und die Zukunft wird bei mir sowieso spontan mit Gottes Hilfe entschieden!

Sonntag, 17. November 2013

Zurück zur Poesie...

Ich habe in letzter Zeit wieder dringender das Bedürfnis meiner Poesie freien lauf zu lassen
und mich wieder in ihr zu verlieren, mich wieder fallen zu lassen in Kreativität, Prosa, Gleichnisse. Ich möchte wieder mal ein Gedicht von mir lesen und merken wie sehr ich mich darin wiederfinde. Jedoch ist es meist so, das ich mich spontan geplant an den Computer setze oder meinen Stift greife und mich vor meinen Block hocke und anfange zu grübeln, was ich denn schreiben könnte.
Doch da liegt schon der Hase im Pfeffer glaube ich, bei mir muss es eine Art Eingebung sein, ein Wort, eine Situation, ein Gefühl und ich muss wissen, das es Poesie braucht um dies zu reflektieren.
In letzter Zeit kann ich meine Gefühle eher beim Tanzen Luft zum Atmen lassen. Ich tanze bis ich nicht mehr kann, oft trocken (also ohne Musik), ich habe die Musik im Kopf und tanze zu dem Puls meiner Seele. Es ist beeindruckend, wie sehr ich dabei zu Lösungen komme, die ich mit bloßen Nachdenken nicht mal in Erwägung ziehe. Tanzen ist für mich auch eine Art Poesie, wenn ich tanze kann mich fokussieren, kann ich gezielt denken, kann ich die depressiven Züge meiner Gefühlswelt absorbieren, verarbeiten.
Ich glaube nicht das ich depressiv bin, ich glaube ich habe eine Wunde in meinem Herzen die mir kein Artikel, kein Buch wiedergeben bzw. heilen kann. Meine Überzeugung ist, das mein Glaube, mein Gott, mein bester Freund, meine Stütze, mein Jesus mir diese Wunde nehmen kann, sodass ich erneuert werde.

Innerlich bin ich im Moment ziemlich aufgewühlt, ich weiß nicht wirklich, was mich so fertig macht. Ich weiß nur das ich ziemlich unzufrieden bin, warum, wieso .... keine Ahnung.
Eigentlich habe ich ja mein großes Ziel, Australien, im Ausblick. Allerdings würde ich gern noch so viele Dinge machen und so viele Orte sehen, aber ich hab kaum Zeit um mal darüber nachzudenken welche genau. Ich arbeite, wie ein Kampfhahn auf Steroide und möchte aber gleichzeitig so viel andere Sachen unternehmen, wie Reinhold Messner auf Speed.
Ich möchte noch so viel machen.... so so so so viel... hach, das Leben ist einfach viel zu kurz. Ich weiß nicht, ob ich nach den anderthalb Jahren Australien nach Deutschland zurück komme oder weiter nach England ziehe um dort eine Weile zu Leben und Kunst zu machen.

Um dann Zuhause mein Abitur zu machen und dann … wieder reisen … ich liebe reisen, ich wäre am liebsten immer in Bewegung, das ist für mich die größte Entspannung. Andere brauchen Ruhepole, ausgiebige Spaziergänge, ein Sessel und ruhige Musik, ihren Schlaf, einfach nur Stille, einen Strand mit Liegestuhl, Natur mit Tau auf den Blättern. Ich bin da etwas anders, ich brazche einen Autobahnrastplatz, ein Stück Pappe und ein Edding. Das ist besser als jede Ruhepause in Meditationshaltung. Trampen, neue Menschen kennenlernen, Lebensgeschichten hören, ich muss die Weite meiner Freiheit auskosten.
Als ich vor einiger Zeit nach Hamburg getrampt bin, habe ich einen Musiker getroffen, der in der Philharmonie, in Budapest glaube ich, gespielt hat und in Hamburg bei einem Konzert mitspielen sollte. Solche Momente, diese Erfahrungen bringen mir Entspannung, das ist mein Ruhepol.

Ich merke das ich viel zu selten mir bewusst mache, was ich alles schaffen könnte, wenn ich's nur mal angehen würde. Ich bin ziemlich undiszipliniert und faul, aber ich glaube es geht schon in Ordnung.
Ich bin bis jetzt jeden Tag auf Arbeit gewesen und bin erstaunlich kontinuierlich dabei.
Es sind meist die kleinen Gedanken die mir zu schaffen machen, die sich fest setzen und mir die Kontinuität rauben.
In der Ausbildung bemerkte ich, als ich mal gefehlt hatte, dass nicht viel, außer ein Abnicken, passiert ist,
seit dem fehlte ich so oft, das ich gerade noch so die Ausbildung geschafft habe.
Es war nur ein kleiner Gedanke, eine Annahme, die so gefruchtet ist, das es für mich zur Selbstverständlichkeit wurde.

Das ist eine meiner großen Schwächen... hmm... aber ich denke, ich weiß mittlerweile, was es heißt kontinuierlich zu sein und das es nicht unbedingt hinderlich ist Disziplin zu wahren.





Nachtrag:
Ich habe mir neulich das Album von "Milky Chance" gekauft, ich finde die beiden super. Lohnt sich auf jeden Fall, ein Album zum zurücklehnen, zum Schwelgen, zum Nachdenken, zum Genießen!
Hier die aktuelle Single: "Stolen Dance - Milky Chance"







Sonntag, 13. Oktober 2013

Spürbares Leben


Ich habe vorgestern in einer SMS geschrieben, dass ich endlich mal wieder mein Leben spüren will und das ich darum mal wieder ein Wochenende wegfahre.
Wenn ich so darüber nachdenke ist es interessant sich zu fragen, was es heißt sein Leben zu spüren.
Geht das überhaupt? Kann man Leben spüren?

Ich merke das mein Leben sich mir lebenswerter zeigt, wenn ich Abwechslung in meinen Alltag bringe, wenn ich reise, tanze, Freundschaften vertiefe, Sonne genieße oder Regen,
wenn ich mich in einem Glücksgefühl befinde, welches sich in der Einzigartigkeit des Moments offenbart.
Doch eigentlich ist jeder Moment einzigartig, aber man wird sich dessen meist nicht bewusst,
da sich vieles gleich und monoton anfühlt.
Ich merke die Einzigartigkeit meist in den Momenten, in denen ich Zeit zum alleinsein finde, in denen ich Dinge außerhalb des Alltags beginne, vollende, durchschreite. Mein Leben ist relativ langweilig, doch es gibt immer wieder Kleinigkeiten, die einen wieder neuen Schwung geben, die neue Türen offenbaren
oder einem Entspannung geben...
Wobei Entspannung bei mir so etwas wie ein Unwort ist. Ich brauch immer Spannung in meinem Leben, immer einen gewissen Adrenalinkick oder ein neues Ziel, das mir diesen Kick beschafft
z.B. ein Trip nach Dresden oder Erfurt, mit Menschen etwas unternehmen, neue Leute kennenlernen,
Musik hören die genau die eigene Lebenssituation bzw. das momentane Lebensgefühl beschreibt.
Im großen und ganzen merke ich das ich eigentlich die Entspannung in der Unruhe wiederfinde.
Meine Entspannung erfüllt sich in den Schritten, die mich von Allgemeinheit wegbringt,
mich von den üblichen Problemen wegführt.

Ich weiß nicht, ob das so gesund ist.... aber wenn ich mich in Liebe bewege,
dann merke ich wie mein Herz den Blutfluss so weit vorantreibt,
sodass das Leben aus mir heraussprudeln will.